Kindlein, Jüngling, Väter!

Das Ziel eines treuen Christen ist es, nicht mehr vom Fleisch getrieben ein Leben zu führen, wo er sich ständig vor dem HERRN schämen muss. Wie im 1 Johannesbrief Kapitel 2 Vers 28 geschrieben wird: Und nun, Kinder, bleibet in ihm, auf daß wir, wenn er geoffenbart werden wird, Freimütigkeit haben und nicht vor ihm beschämt werden bei seiner Ankunft“ - ist es für uns Notwendig, kein schlechtes Gewissen bei seiner Ankunft zu haben. Dieses reine Gewissen ist aber nur durch das Blut Jesus Christus möglich, der durch den ewigen Geist sich selbst ohne Flecken Gott geopfert hat und unser Gewissen reinigte von toten Werken, um dem lebendigen Gott zu dienen! ( Hebr. 9,14). Was für eine grosse Liebe! Eine Liebe die durch den HERRN Jesus vollendet wurde! Wenn wir in Gottes Liebe bleiben, so bleibt Gott auch in uns. Und genau das gibt uns eine Freimütigkeit an dem Tage des Gerichts, wenn wir dem Wandel des HERRN Jesus Christus nacheifern und täglich danach streben, ihm gleich zu sein (1Joh 15-17).

(1Joh 2.12-15)
12 Ich schreibe euch, Kinder, weil euch die Sünden vergeben sind um seines Namens willen. 13 Ich schreibe euch, Väter, weil ihr den erkannt habt, der von Anfang ist. Ich schreibe euch, Jünglinge, weil ihr den Bösen überwunden habt. Ich schreibe euch, Kindlein, weil ihr den Vater erkannt habt. 14 Ich habe euch, Väter, geschrieben, weil ihr den erkannt habt, der von Anfang ist. Ich habe euch, Jünglinge, geschrieben, weil ihr stark seid und das Wort Gottes in euch bleibt und ihr den Bösen überwunden habt. 15 Liebet nicht die Welt, noch was in der Welt ist. Wenn jemand die Welt liebt, so ist die Liebe des Vaters nicht in ihm;

8.1 Das Kindlein

Hier werden uns drei verschiedene Stufen des geistlichen Wachstums aufgeführt: das Kindlein, der Jüngling und der Vater.
Zu Beginn des Verses 12, werden alle Kinder Gottes genannt, die durch den Vater das Heil bekommen haben, weil sie ernsthaft bezeugen, dass der Vater seinen eingeborenen Sohn für den Menschen hingab. Ein Kind Gottes, dass durch das Licht Gottes, Jesus Christus, seiner Sündhaftigkeit bewusst wurde und in seinem Herzen Busse getan hat.
Im Vers 14 jedoch wird der Begriff Kindlein benützt. Kleine Kinder, die noch unmündig dem HERRN unterstellt sind und noch schwach im Glauben sind. Wir alle wurden aber als Kindchen geboren (1 Petr. 2,2) und nicht binnen Sekunden zu einem geistlich, gefestigtem Nachfolger Jesus Christus gereift, sondern jeder von uns muss gewoben werden, in einem Prozess, gleich eines Kindes im Mutterleib. Ein Kindlein im Glauben benötigt aber die unverfälschte Milch – das Wort Gottes (Hebr. 5,11-13) als Nahrung für geistlichen Wachstum. Wenn es aber diese Nahrung mit Freude annimmt, kann es auch für den HERRN Früchte hervorbringen, zu seinem Wohlgefallen und dadurch sind auch die Wege zur Reife geebnet.

8.2 Der Jüngling

Der Jüngling hingegen ist bereits in seinen Wegen standhafter und kann in Versuchungen den Bösen überwinden, da er bereits im Gegensatz zum Kindlein Dinge überwältigen kann, die sie teilweise überfordern würden. Aber auch der Jüngling ist noch abhängig von gereiften Christen, die in ihrem Dienst zum HERRN bereits einen geistlichen Charakter haben, den es anzustreben gilt; insofern die älteren, reiferen Christen dieses Bild demütig vor dem HERRN auch sichtbar machen. Denn trügerisch kann es werden, wenn man einem „Idol“ anhängt, dessen Worte kryptisch, dem Wort nicht entsprechend, das Bild Jesu Christi verdrehen und schlussendlich das falsche Kreuz predigen. Aber der im HERRN ergebende Jüngling, der fortan eine geistliche Charakterbildung, durch den Gehorsam gegenüber Gott und seinem Wort erlebt, verhindert fleischliche Fehltritte im Geist, die dem Wachstum zur geistlichen Reife hindern. Ebenfalls sieht er die die Bereitschaft, sich den Ältesten zu unterordnen, als keinen Zwang, sondern erfreut sich an der Belehrung und ist stets gehörig (1 Petr. 5,5).

5 Gleicherweise ihr jüngeren, seid den älteren unterwürfig. Alle aber seid gegeneinander mit Demut fest umhüllt; denn "Gott widersteht den Hochmütigen, den Demütigen aber gibt er Gnade".

Auch wenn es von den Jünglingen verlangt wird, unterwürfig gegenüber den älteren zu sein, werden einige des Zeitgeistes Willen darin gehindert, dem Wort Folge zu leisten. Der Zeitgeist, der sozusagen die hochmütige Stellung über autoritäre Personen verlangt, hat eben genau hier an Erfolg, den Glauben dahin zu stellen, wo er sich nicht entfalten kann. Somit wird eine Gemeinde von dem Licht Gottes beraubt , die demnach kein Zeugnis mehr, von der treuen Nachfolge Jesu Christi vermittelten kann, weil Gott den hochmütigen widersteht.

Kennzeichen eines Jünglings

Der Jüngling hat bereits den Sieg über die Sünde – der Alte Mensch ist vergangen und der Neue ist geboren (Röm 6,6)
6 „indem wir dieses wissen, dass unser alter Mensch mitgekreuzigt worden ist, auf dass der Leib der Sünde abgetan sei, dass wir der Sünde nicht mehr dienen.“

Er ist sich seines Heils ( Heilsgewissheit ) bewusst!
(Röm 8,16)
„Der Geist selbst zeugt mit unserem Geiste, dass wir Kinder Gottes sind“.
(1Joh, 5,13)
Dies habe ich euch geschrieben, auf dass ihr wisset, dass ihr ewiges Leben habt, die ihr glaubet an den Namen des Sohnes Gottes.

Er liebt seine Geschwister mit aufrichtigem Herzen !
(1Joh 2.10)
„Wer seinen Bruder liebt, bleibt in dem Lichte, und kein Ärgernis ist in ihm.“
(1Joh 3.14)

„Wir wissen, daß wir aus dem Tode in das Leben übergegangen sind, weil wir die Brüder lieben; wer den Bruder nicht liebt, bleibt in dem
(1Joh 18-20)
„Kinder, lasst uns nicht lieben mit Worten, noch mit der Zunge, sondern in Tat und Wahrheit. 19 Und hieran werden wir erkennen, dass wir aus der Wahrheit sind, und werden vor ihm unsere Herzen überzeugen, - 20 dass, wenn unser Herz uns verurteilt, Gott grösser ist als unser Herz und alles kennt.“

Er hat gelernt mit dem Wort Gottes zu kämpfen!
(2Kor 10,3-5)
3 Denn obwohl wir im Fleische wandeln, kämpfen wir nicht nach dem Fleische; 4 denn die Waffen unseres Kampfes sind nicht fleischlich, sondern göttlich mächtig zur Zerstörung von Festungen; (Epheser 6.13-17) 5 indem wir Vernunftschlüsse zerstören und jede Höhe, die sich erhebt wider die Erkenntnis Gottes, und jeden Gedanken gefangen nehmen unter den Gehorsam des Christus,“

Alle diese Kennzeichen schmücken den Charakter eines Jünglings, doch auch wenn er kein Unmündiger mehr ist und bereits sich der festen Speise bedienen kann (Hebr. 5,13-14), ist er noch nicht im väterlichem, geistlichem Zustand und ist stets im Wachstum, bis zu dem vom HERRN gewünschtem Ziel.

8.3 Die Väter

(Eph 4.13)
13 „bis wir alle hingelangen zu der Einheit des Glaubens und zur Erkenntnis des Sohnes Gottes, zu dem erwachsenen Manne, zu dem Masse des vollen Wuchses der Fülle des Christus“

Wer nun denkt, dass durch männliche Begriffe wie, Jüngling und Väter, nur der Mann damit gemeint ist, irrt sich. Denn die Bibel an sich, wurde nicht nur für das männliche Geschlecht geschrieben, sondern Gott hat den gleichen Wunsch für Männer und Frauen, ihn mit ganzer Kraft zu lieben und zu ehren. Jeweils sind nur die verschiedenen Pflichten eines Mannes oder einer Frau unterschiedlich beschrieben. Daraus resultiert sich ein freudiges, gesegnetes Dasein miteinander, wenn man den Pflichten ohne Murren und Zweifeln nachgeht, weil der HERR seine Verheissungen in vollem Mass denen gibt, die ihn wahrhaftig lieben.
Der Charakter eines Vaters, der in seiner Reife seine Kinder belehren kann, soll geistlich bildlich, für die anzustrebende geistliche Reife betrachtet werden. Sie haben nun einige Lebenserfahrungen oder Glaubensprüfungen überwunden und haben sich in der Treue bewahrt.
Somit sind einige zu Lehrer geworden aber scheuen sich nicht davor, noch mehr zu lernen (Hebr. 5,12).
Im Hebräerbrief Kapitel 5 Vers 13 lesen wir:
13 „Denn jeder, der noch Milch genießt, ist unerfahren im Worte der Gerechtigkeit, denn er ist ein Unmündiger; 14 die feste Speise aber ist für Erwachsene, welche vermöge der Gewohnheit geübte Sinne haben zur Unterscheidung des Guten sowohl als auch des Bösen.“
Daher lässt sich schliessen, dass aus der Gewohnheit (wenn Jesus Christus der alleinige Herrscher über allem in unserem Alltag ist und wir regelmässig, ohne Unterlass nicht Hörer, sondern auch Täter des Wortes sind) es sich herauskristallisiert, dass wir es durch die geübten Sinne nicht mehr schwer haben, den Willen Gottes zu erkennen und dem Bösen keinen Anlass zur Entmachtung, unserer Willensstärke gottgefällig zu sein ermöglichen.
Die Väter streben nach dem Ziel der Gleichgestaltung mit Jesus Christus und leben in Selbstverleugnung ihres eigenen Egos. In der tieferen Erkenntnis Gottes, seiner Herrlichkeit und seiner ewigen Ratschlüsse 12 (Eph 3,14-19; Röm 11,33-36). Sie wurden auch zu tragender Funktion in einer örtlichen Gemeinde. Daher – wie kann ein junger, unerfahrener Jüngling eine hohe Stellung in der Gemeinde übernehmen? Die Bibel warnt uns davon: „nicht ein Neuling, auf dass er nicht aufgebläht, ins Gericht des Teufels verfalle.“ (1 Thim 3,6). Es werden sogar wichtige Kennzeichen für den wahren Dienst eines gereiften Christen in 1 Timotheus Brief Kapitel 3,1-13 erwähnt:
untadelig sein / ein Mann einer Frau / nüchtern / besonnen / sittsam / gastfrei / lehrfähig / kein Säufer / kein Schläger, sondern gelinde / nicht streitsüchtig / nicht Geld liebend / Ein Vater: der dem eigenen Hause wohl vorsteht, der seine Kinder in Unterwürfigkeit hält mit allem würdigen Ernst / ein gutes Zeugnis / würdig / nicht doppelzüngig / nicht schändlichem Gewinn nachgehend / Der Frau auch dienen können.

Und für die gereifte Christin:
würdig / nicht verleumderisch/nüchtern/treu in allem.
(1Tim 3,13)
denn die, welche wohl gedient haben, erwerben sich eine schöne Stufe und viel Freimütigkeit im Glauben, der in Christo Jesu ist.“

So ist es dem HERRN also ein Anliegen diese schöne Stufe zu erreichen, in der wir freimütigen Glauben haben. Freimütig, weil nur der HERR Jesu die Welt überwunden hat in der, der lebendige Glauben einen verhassten Platz hat, den schwer zu tragen für jene ist, die sich nicht in dieser schönen Stufe befinden, sondern durch ihr eigenes Verschulden nicht das errungen haben, was gereifte Christen erreicht haben. Nämlich ein Leben, das nicht unter der fleischlichen Befleckung des Leibes leidet, sondern ein im Geist geführtes, gesegnetes Leben im ständigen Blick auf den HERRN.

„Jesus, wir sehen auf Dich.
Deine Liebe, die will uns verändern.
Und in uns spiegelt sich Deine Herrlichkeit.
Jesus, wir sehen auf Dich“

„Jesus, wir hören auf Dich.
Du hast Worte des ewigen Lebens.
Und wir haben erkannt: Du bist Christus.
Jesus, wir hören auf Dich.“

„Jesus, wir warten auf Dich.
Du wirst kommen nach Deiner Verheißung.
Alle Menschen, sie werden Dich sehen.
Jesus, wir warten auf Dich